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Interview mit Absolventin Katharina Stix

„Immer daran denken, was man Großes erschaffen kann“
Katharina Stix, die 2016 an unserer Schule maturiert hat, ist eine österreichweit und international gefragte Stylistin für Haare und Make-up und gibt ihr Wissen auch als Trainerin an andere weiter. Sie sprach darüber mit den Schülern der 7. Klassen. Im Anschluss führte Herr Prof. Dr. Johannes Gsaxner mit Katharina das folgende Interview.

Herr Prof. Gsaxner: Liebe Katharina, du bist in jungen Jahren schon eine erfolgreiche und gefragte Unternehmerin. Wie bist du so weit gekommen?

Katharina Stix: Nach der Matura am Alten Gymnasium habe ich mich entschieden, mein Studium abzubrechen und den Make-up-Artist in Graz zu machen und dann habe ich verkürzt eine Friseur-Lehre absolviert und schon kurz darauf mein erstes eigenes Geschäft eröffnet und mich als Braut- und Maturaball-Stylistin selbstständig gemacht. Mittlerweile bin ich auch Trainerin für Kolleginnen aus Österreich, Deutschland und mittlerweile ganz Europa.

Herr Prof. Gsaxner: Was würdest du als Schlüssel zu deinem Erfolg bezeichnen?

Katharina Stix: Niemals aufgeben und immer eine Vision vor Augen haben, die man auch wirklich erfüllen möchte. Ganz fest an sich glauben und sich auch mit Leuten zum umgeben, die einen bestärken.

Herr Prof. Gsaxner: Hast du den Schritt in die Selbstständigkeit je bereut?

Katharina Stix: Nein, niemals.

Herr Prof. Gsaxner: Welche internationalen Ziele wirst du in der nächsten Zeit haben?

Katharina Stix: Ich arbeite dieses Jahr einen ganzen Monat lang auf Mallorca, einmal bin ich auch in Barcelona, dann bin ich noch zweimal in Griechenland gebucht, einmal bin ich in England und für meine Schulungen bin ich sehr viel in Deutschland unterwegs.

Herr Prof. Gsaxner: Ist das viele Reisen eigentlich anstrengend oder öffnet es den Geist für Neues?

Katharina Stix: Man wird selbstbewusster, man traut sich mehr, man wird mutiger, wenn man viel unterwegs ist und es erweitert auf alle Fälle den Horizont. Also anstrengend ja, aber „gut anstrengend“.

Herr Prof. Gsaxner: Eine sehr faszinierende Aussage von dir im Gespräch mit den Schülern war, dass du eigentlich nie Angst hast.

Katharina Stix: Ich war immer schon sehr mutig, vor allem, wenn ich etwas wirklich erreichen wollte. Bei mir haben Mut und Willenskraft immer mögliche Ängste übertrumpft. Mein Mindset ist so, dass ich immer daran denke, was Gutes auf mich zukommt und was Positives sein kann und nie das, was an Negativem passieren könnte. Das heißt, ich lenke meine Gedanken aufs Positive und lasse das Negative nicht so laut werden.

Herr Prof. Gsaxner: Wenn du an deine Schulzeit hier am Alten Gymnasium zurückdenkst: Was waren prägende Erlebnisse?

Katharina Stix: Was mich auf alle Fälle sehr geprägt hat, waren das Theaterspielen und das Musical – auf der Bühne im Mittelpunkt zu stehen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich habe dann den Sprachen-Zweig gewählt: Englisch und Spanisch haben mich immer schon inspiriert und fasziniert. Deshalb bin ich auch froh, dass ich in meinem jetzigen Beruf sehr kreativ sein und diese Sprachen auch nutzen kann, da ich ja international arbeite.

Herr Prof. Gsaxner: Wenn du nach 10 Jahren heute zum ersten Mal wieder hier bist: Wie weit weg ist man da schon vom „Schulleben“?

Katharina Stix: Es ist für mich faszinierend, wie schnell man wieder im Hier und Jetzt ist, wenn man dieses Gebäude betritt und wie viele Erinnerungen einen überkommen. Aber ist auch echt „arg“, wenn ich mir überlege, was in den letzten zehn Jahren eigentlich alles passiert ist. Man kann es gar nicht so glauben; teilweise ist die Schulzeit schon sehr weit weg. Andererseits denke ich mir: „Ich war doch gerade noch Maturantin.“ Ich bin ja immer noch in Leoben, habe mich also nicht so weit wegbewegt, aber natürlich schon von der „Location“ Schule, von den Leuten, vom Umfeld, vom System. Man vergisst auch einiges wieder, was man manchmal brauchen könnte. (lacht)

Herr Prof. Gsaxner: Was ist deine Botschaft an die Maturanten von heute?

Katharina Stix: Wenn man eine Leidenschaft hat, soll man ihr immer Raum geben, immer an sie glauben, sich selbst nicht klein machen, sondern immer daran denken, was man selbst Großes erschaffen kann. Und man sollte daran denken, was nach der Matura an einem Gymnasium alles möglich ist.

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